Gute Wörter

Heute gelernt: neo-Minimalismus, in Bezug auf Konsum. https://www.spektrum.de/news/minimalismus-ist-weniger-mehr/1695148

Letzen Monat gelernt: Es heisst CO2-Überhang, nicht CO2-Budget!

Framing geschieht durch Sprache.
Geschlechtergerechte Sprache ist dabei auf die selbe Art wichtig wie Sprache, die die Zerstörung unserer Lebensgrundlage nicht schönt.

Schluss mit dem Verheimlichungs-Stress

Leonie Bornemann 2017:  „Denn auch LGBT (lesbian, gay, bisexuell, transgender) durchleben eine „heteronormative Sozialisation“ (ebd., S.33), in der die Hetero-Homo-Dichotomie allgegenwärtig ist, was vor allem für bisexuell orientierte Personen problematisch werden kann.
Daher gestaltet sich der Prozess der Selbstöffnung, auch im Bezug auf das innere Comingout, schwierig. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass sich für sexuelle Minderheiten allgemeine Stressoren, sowie minderheitsspezifische Stressoren, wie eine stigmatisierte Identität, addieren. Dadurch liegen die Anpassungsanforderungen an bisexuell orientierte
Personen weit über dem gewöhnlichen Niveau, womit sich LGBT in weitaus höheren
Stresssituationen befinden, als heterosexuell orientierte Personen (Meyer, 2003). “

-> Copingstrategien und soziale Unterstützung

Trans-Sternchen oder nicht

Trans*alternativen?
http://www.taz.de/Transperson-ueber-den-Weg-zu-sich-selbst/!5300929/

Ich bin die dritte Option:

http://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2018-01/intersexualitaet-geschlecht-intergeschlechtlichkeit-identitaet

Was haben Sie heute für ein Verhältnis zu Ihrem Körper?
Kein gutes. Mein Körper ist mir fremd. Ich habe das „Problem“ schon früh mittels Dissoziation gelöst. Das heisst, ich habe mich von meinem Körper abgetrennt, ihn innerlich verlassen. Das ist eigentlich bis heute so. Ich habe keinen richtigen Bezug zu meinem Körper. Die ganze Geschichte hatte überdies zur Folge, dass ich wegen meines chronischen Spitaltraumas oft Kontrollen meines angeborenen schweren Herzfehlers umging. Alles, was mit Spital zu tun hat, jagt mir eine Heidenangst ein. Das ging so weit, dass ich vor einem Jahr wegen meines Herzrasens fast notfallmässig eingeliefert werden musste. Ich tue also viel, um meinen Körper zu ignorieren.“
http://www.ostschweiz-am-sonntag.ch/ostschweiz/ich-war-tagelang-festgebunden;art505748,5189015

https://www.buzzfeed.com/patrickstrudwick/this-transgender-woman-has-a-full-beard-and-she-couldnt-be-h?utm_term=.lnbZD0Wkx#.hlEM0rQRD

 

https://www.xojane.com/issues/im-a-transwoman-who-never-felt-trapped-in-the-wrong-body

Projektion?

http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2008/01/24/Instrumentalisierung-von-Zwittern%3A-Kritik-aus-2002

 

WCs für alle: Der Spruch wird bereits von einer Initiative für Inklusion genutzt http://www.toiletten-fuer-alle.de/das-projekt.html

Unter WC für alle Geschlechter finden sich einige Bilder, das ist vermutlich die aller neutralste, bestimmteste und korrekteste Art der Ausschilderung:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/queerspiegel/unisex-toiletten-in-berlin-kreuzberg-ein-wc-fuer-alle-geschlechter/12631908.html

Das Piktogramm im Artikel weiter unten ist da in der Aussage schon weniger klar: Frauen und Männer – und alle anderen?

Ich mag ja diese windschiefe Figur in der Mitte (Link ist nur wegen dem Bild, Text hab ich nicht gelesen):

https://www.themonastery.org/blog/2016/04/transgender-bathroom-bill-what-should-be-done/

..und eine Freundin von mir hat dieses Schild, was ich sehr nett finde:

https://www.etsy.com/listing/540892401/all-gender-restroom-sign-whatever-just

NB-vember

https://geschlechtsneutral.wordpress.com/informationen/genderqueer/

http://dritte-option.de/erfolg-vor-dem-bundesverfassungsgericht/

Ich wusste nicht, dass ich so erleichtert sein könnte, über etwas was durch die Nachrichten ging….

https://unangespiesst.wordpress.com/2017/11/21/mama-ist-nicht-binaer-interview-mit-zesyra/

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Movember

 

http://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Downloads/DE/publikationen/Umfragen/LSBTIQ_Lehrerkraeftebefragung.html

Die fehlende Akzeptanz und auch die NichtThematisierung
von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im schulischen Kontext stellen ein hohes
Diskriminierungsrisiko für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queere (LSBTIQ*-)Menschen dar.

Insbesondere vor dem Hintergrund, dass fast jede zweite teilnehmende Lehrkraft (49,5 Prozent) angegeben hat, dass sexuelle oder geschlechtliche Vielfalt nicht
in den offiziellen Lehrplänen oder Schulbüchern ihrer Schule thematisiert wird, birgt diese häufige Eigenverantwortung der Lehrkräfte das Risiko der Nichtthematisierung.

 

Die geringere Anzahl von Vorgesetzten im Vergleich zu Kolleg_innen, die von der sexuellen und geschlechtlichen Identität der Teilnehmer_innen wissen, zeigt sich auch in der branchenübergreifenden Befragung von LSBT-Beschäftigten am Arbeitsplatz von Frohn: Während 30,5 Prozent der lesbischen und schwulen Beschäftigten (55,5 Prozent der bisexuellen und 69 Prozent der trans*-Beschäftigten) mit keinen oder nur wenigen Kolleg_innen offen über ihre sexuelle Identität sprechen, sind es gegenüber Führungskräften 40,3 Prozent der lesbischen und schwulen Beschäftigten (60,8 der bisexuellen bzw. 70 Prozent der Trans*-Beschäftigten) (ADS 2017d).

Tabelle S. 18

Während jeweils rund die Hälfte der schwulen (49,7 Prozent) und lesbischen (48,7 Prozent) Lehrkräfte davon spricht, an ihrer derzeitigen Schule offen mit der eigenen LSBTIQ*-Identität umzugehen, ist der Anteil bei den bisexuellen Personen mit rund einem Drittel (30,9 Prozent) deutlich geringer. Auch die Befragung von Frohn (ADS 2017d) zeigt, dass bisexuelle Beschäftigte am Arbeitsplatz seltener offen mit ihrer sexuellen Identität umgehen, als homosexuelle Personen. Diesbezüglich lässt sich die Hypothese aufstellen, dass bisexuelle Personen u.a. deswegen seltener offen mit ihrer sexuellen Identität umgehen, da eine Thematisierung der bisexuellen Identität insbesondere dann, wenn die bisexuelle Person in einer heterosexuellen Beziehung lebt, vom sozialen Umfeld oder den Betroffenen selbst als nicht notwendig empfunden wird und dadurch mit mehr negativen Reaktionen verbunden sein kann.

Also so als Wort zum Freitag und um Herrn Hörisch nicht das letzte zu lassen:
Ich glaube meine Kollegin Frau Dr. D. ist ihrem Fach Psychologie in einer grundsätzlich anderen Lage als die Frauen in den klassischen Naturwissenschaften und MINT und so.
Ich unterstelle jetzt einfach mal der Allgemeinheit, dass sie den Psychologinnen mehr Kompetenz in der Forschung zutraut. Kolleginnen in anderen Fächern, in denen Frauen exotischer erscheinen und wo die Schnittmenge mit Geschlechterstereotypen weniger groß sind, müssen da mit mehr Nichtbeachtung kämpfen.
Mechanismen die meiner Meinung nach Frauen hemmen:
– Alike-Prinzip – dh. ich fördere Menschen die mir sympathisch (oft == ähnlich) sind, und erst wenn auch ein paar selbstgefällig alte Professorinnen sitzen, sind das vielversprechende Forscherinnen.
– Double-Bind: Erfolgreich sein und sympathisch ist ein weiblicher Stereotyp, der noch mehr Bekanntheit erlangen muss. Es sind noch viele Menschen der Meinung dass sich bei Frauen Kompetenz und Sympathie nicht so gut vereinen ließen, wobei das bei männlichen Personen kein Wiedersruch scheint.
– gleiches Thema wie gerade, aber andere Richtung: Frauen müssen andere, die uninteressantes Zeug reden öfter unterbrechen, denn es ist nur die Wahl wem gegenüber eins unhöflich ist: Sich selbst und 50 Zuschauer_innen gegenüber, oder einem zuviel redenden Typen… ? …und über die Dinge reden, die wirklich wichtig sind.
– Antisexistisch aktiv werden, Sexismus benennen wo es ihn gibt. Beispiel mit Bezug auf gestern: Meine ehemalige Hiwine hat Programmiertechnisch und Linguistisch voll was drauf und arbeitet jetzt in Karlsruhe. Dass sie dazu auch noch echt gut aussieht, wurde ihr zum Beispiel von unserer Teamassistenz übel genommen, von wegen „aufgedonnert“ und so… Sehr interessant fand ich ja gestern im Film Maries schwarze schlichte Kleider, und den Gegensatz zu Jeanette… Labormaus. ? Na klar, ich hab mich meistens im Kollegenkreis auch so gut wie möglich getarnt.
– Sexpositivsmus: Ja, leidenschaftliche Menschen können sich für alles möglich begeistern, zum Besipiel für Forschung, zum Beispiel für Sex. Wir brauchen also mehr Sexpositivismus, mehr Polynormalität (…nicht -normativität, soweit geh ich ja gar nicht!) um zu verhindern, dass es schlecht auf leidenschaftliche Menschen auf sie zurückfällt, wenn sie wissenschaftlich leidenschaftlich sind, und dann dazu auch noch andere Leidenschaften kommen.
…Versuche, positiv zu formulieren, was anders sein soll.
Nach einer Podiumsdikussion zum Film Marie Curie.

Wer braucht wie viel Sexismus?

Anscheinend gibt es Menschen, die fühlen sich mit den großen, gängigen Geschlechterschubladen sehr wohl. Freuen sich, wenn sie das Gefühl haben, eine „richtige“ Frau oder ein „richtiger“ Mann sind. Ich frag mich, wie viele das sind.

Und ob sie keine Anteile haben, die dem nicht entsprechen, oder ob ihnen das egal ist, und sie das Kriterium nur benutzen wenn es ihnen in den Kram passt.

Mir passt es sehr oft nicht in den Kram.

Und vielen anderen auch.

Und wer hat jetzt recht? Das Recht diskriminierungsfrei zu leben?
Der Annahme entsprechend, dass noch sehr viel Sexismus abgeschafft werden kann, bis „richtigen“ Männern und Frauen was fehlt, entspricht auch die Antwort von Manuel Ricardo Garcia, einem der Organisatoren der Transtagung München, im u.g. Interview:

http://www.csdmuenchen.de/archiv/csd_2014_web_statisch/web/warum-trans-auch-fuer-cis-gut-is.html

PrideGuide > Wäre es dir lieber, die Geschlechterrollen abzuschaffen?

Manuel Ricardo Garcia > Mir persönlich ist das zu radikal. Ich muss keine Geschlechterrollen abschaffen. Aber ich muss sie umgekehrt auch nicht einfordern. Mein Lieblingssatz ist hier immer: „Recht auf Selbstdefinition.“ Es gibt Trans*-Menschen, die wollen sehr wohl in die Schublade. Also ich fühle mich in der „Männer-Schublade“ wohl, hatte jetzt aber auch kein Problem, wenn diese Rollen aufgelöst wurden. Man muss ja niemandem etwas nehmen, aber es eben auch nicht zelebrieren. Ich denke aber, dass ein Beenden von Geschlechter-Erwartungen sehr gut wäre. Und zwar für alle Menschen! Selbst der Cis-Mann von nebenan leidet doch oft darunter, dass er die gesellschaftlichen Erwartungen, die an Männlichkeit gestellt werden, nicht ausreichend erfüllen kann. Dasselbe gilt natürlich auch für die Frauen. Die Botschaft, die hinter trans* steht, ist ganz schlicht die: „Sei doch einfach mal du! Du bist nämlich wunderbar, genauso wie du bist – und das gilt für alle Menschen.

doppel T

In refusing experiences to our children based on their gender, we are reinforcing a feeling of shame in them for having that interest in the first place.

Boys Will Be Boys Because We Want Them to Be

 

3 Ways My Parents Unintentionally Taught Me That My Consent Didn’t Matter

6 Ways We (Accidentally) Teach Our Kids Rape Culture

 

…das erklärt die Frisur…

Oh ja. So ist das. T6.

Immer mehr Kollegen, Freunde und Bekannte wissen Bescheid oder sind zumindest vorgewarnt. Jede weitere Person bedeutet ein Stück mehr Freiheit. Tatsächliche oder gefühlte. Ich denke darüber nach, warum ich diese Freiheit vorher nicht hatte, was genaumich dazu bewogen hat, anzunehmen dass sie nicht da sei.

Die meisten freuen sich. Wünschen alles Gute.
(Das war auch so, als ich schwanger war. Und hatte mich damals eher beunruhigt. Wieso alle Gute – passiert denn jetzt was Schlimmes mit mir?)

Die besten Sprüche bisher waren: „Achso. Ja, das erklärt auch die Frisur.“ Ja. Seit ich letzten Winter von einem Tag auf den anderen statt mit über schulterlangen Haaren mit 3 mm langen aufgetaucht bin, kann ich die Leute mit gar nichts mehr schocken. „So eine Frisur hat man nicht ohne Grund.“ stellte eine entfernte besorgt Kollegin fest. Ja. Stimmt. Aber hier und jetzt ist nicht der Ort und Zeitpunkt zu erklären, warum ich diese Frisur habe. Und wirklich. Es ist gar nicht so schlimm. Keine Chemo. Wobei, eine Rangfolge aufzustellen, was wie schlimm ist (und für wen), möchte ich mir nicht anmaßen.
Jedenfalls stellt eine andere Kollegin fest, nachdem ich ihr erklärt hab, dass ich eine Hormontherapie angefangen hab: „Ja, das erklärt auch die Frisur.“
In gewisser Weise hat sie recht. Trotzdem will ihr irgendwas in mir widersprechen.

Und auch sehr überraschend: Ich erzähle, dass ich im Urlaub renovieren helfen werde. „Ach, da kannst du ja dann mal so richtig deine männliche Seite ausleben!“
Mein erstauntes bis entsetztes Gesicht brauche ich wohl nicht näher zu beschreiben. Das mache ich seit ich ein Kind bin. Und das ist meine handwerkliche Seite. Ich kenne genug Männer, die die nicht haben. Aber was solls. Der Handwerker. Ein Trope des Real-Life.

 

 

 

Geschichte gesucht

Ich suche eine Geschichte. Meine Erinnerung nach hat jemand sie für eine Brieffreundin geschrieben, und darin sehr schön beschrieben, was das „Geschlechtsbewusstsein“ einer Person in einer Gruppe von Kollegen und Kolleginnen für einen Unterschied macht.

Juhu, wiedergefunden.

http://twoheartedman.designblog.de/kommentare/kurzgeschichte-nicole-und-nicolas….332/

Die ist echt gut die Geschichte.

Und hier noch ein Lesezeichen:  Scheinen auch viele Geschichten dort zu lesen zu sein…

http://www.gendertreff.de/portal/definition/